Schnelle und genaue TAVI-Planung

“Unter Berücksichtigung der Herzfrequenz der Patientin (101 Schläge/Min.) und der vorhandenen Hüftprothese war ich von der Qualität und Dosis dieser Untersuchung zur TAVI-Planung beeindruckt.  Revolution CT ist ein einzigartiges System, das solide und reproduzierbare Verfahren bereitstellt, sodass selbst die schwierigsten Patienten gescannt werden können”.


Jean-Louis Sablayrolles

Leiter der Abteilung Kardiovaskuläre Bildgebung am Centre Cardiologique du Nord, Saint-Denis, Frankreich

Klinischer Fall

Die TAVI/TAVR-Planung erfordert viele genaue Messwerte, z. B. Durchmesser der Klappenebene, Durchmesser von Aorta ascendens und descendens, Durchmesser der Klappensinus und Abstand von der Klappenebene bis zu den Koronarostien. All diese Messungen können mithilfe der CT-Bildgebung durchgeführt werden. Eine CT kann auch zu einer detaillierten morphologischen Analyse der Aorta beitragen und häufige Pathologien wie Aneurysmen und Dissektionen erkennen.

Krankengeschichte

  • Eine Frau zwischen 80 und 90 mit Hüftprothese wurde für die Planung einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) zum CT überwiesen.

  • Die mittlere Herzfrequenz der Patientin lag bei 101 Schlägen pro Minute. Es wurde kein Betablocker verwendet, da der Hauptzweck der Untersuchung die Beurteilung der gesamten Aorta und die Bereitstellung genauer Messwerte für das TAVI-Verfahren war, wobei eine Beurteilung der Koronararterie nicht spezifisch angefordert war.

  • Der Arzt entschied sich für eine einzige Untersuchung, bei der zwei axiale Aufnahmen mit EKG-Gating erfolgten, um Aorta thoracica und Herz abzubilden. Im Anschluss folgt ein Spiral-CT ohne Gating von der Aorta bis zu den Arteriae iliacae. Für die gesamte Untersuchung reichte eine einzige Kontrastmittelinjektion aus.

Bilderfassung

Gemischte Bilderfassung bestehend aus axialer Aufnahme mit Gating und Spiral-CT ohne Gating:

  • Axiale Aufnahme mit EKG-Gating:   

    • Smart Coverage für die automatische Auswahl anatomiespezifischer Kollimationen, die für den gewünschten anatomischen Bereich benötigt werden
    • kV Assist und Smart mA für die Anpassung der Dosis an die Morphologie des Patienten
    • ASiR*-V1 für die Senkung der Dosis
    • 0,28 Sekunden Rotationszeit
    • Herzfrequenz 101 Schläge/Min 
  • Spiral-CT ohne EKG-Gating:

    • kV Assist und Smart mA für die Anpassung der Dosis an die Morphologie des Patienten
    • ASiR*-V1 für die Senkung der Dosis
    • 0,28 Sekunden Rotationszeit
    • 80 mm Kollimation
    • 300 mm/s Tischgeschwindigkeit bei einem Pitch von 1

    Gesamtdosis: DLP = 580 mGy-cm
    Gesamt-Erfassungszeit: 6,8 s



    Ergebnisse


    Technologie

    • Der Revolution CT kann in weniger als 1 Sekunde zwischen axialen Mehrvolumen-Scans mit Gating und schnellen Spiral-Scans ohne Gating ( 300 mm/Sek.) wechseln  Dadurch können große anatomische Bereiche, wie z. B. die gesamte Aorta, mit nur einer Kontrastmittelinjektion und kurzer Atempause aufgenommen werden können.

    • Bei einer Rotationszeit von 0,28 Sekunden und Erfassungsmodi sowohl mit als auch ohne Gating und der vollständigen Abdeckung des Herzens innerhalb eines Herzschlags kann das System die Scanmethode für die problemlose Aufnahme von schwierigen Patienten mit hoher Herzfrequenz anpassen.  Das Ergebnis ist eine hochauflösende Bildqualität mit bewegungsfreier Abbildung der Koronararterien. Der interventionelle Kardiologe erhält so die für die TAVI-Planung relevanten Messwerte und anatomischen Informationen.

    • Der Revolution CT verfügt über MMAR (Multi Material Artifact Reduction) zur Reduktion von Aufhärtungsartefakten und Optimierung der Gefäßvisualisierung bei vorhandenen Metallimplantaten.

    • Der Revolution CT verfügt über die nächste Generation der iterativen Rekonstruktion, ASiR-V, und ermöglicht die Abdeckung eines axialen Mehrvolumen-Scanbereichs von bis zu 160 mm. Das Ergebnis: hochauflösende Bildqualität bei niedrigerer Dosis.

    Schlussfolgerung

    Mit Revolution CT werden Untersuchungen für die TAVI-Planung solide, reproduzierbar und erfordern nur eine geringe  Dosis. Die Kombination mehrerer wichtiger Technologien ermöglicht dem Untersucher:  schnelle Rotationsgeschwindigkeit, intelligente Bewegungskorrektur, 160-mm-Detektor für die Abdeckung ganzer Organe, flexible Erfassungsmodi und die neueste Generation der iterativen Rekonstruktion, ASiR-V.

    1 In der klinischen Praxis kann durch den Einsatz der ASiR-Technologie die Patientendosis bei der CT je nach der klinischen Aufgabe, Patientengröße, anatomischen Lage und den klinischen Verfahren reduziert werden. Wenden Sie sich an einen Radiologen oder Arzt