Überblick

Mit der Surgical Suite bietet GE ein innovatives Konzept zum intraoperativen Einsatz der MR-Bildgebung. OP-Raum und MRT-Untersuchungsraum sind zwei voneinander getrennte Einheiten, die entweder gemeinsam oder unabhängig voneinander genutzt werden können. Für den intraoperativen Einsatz werden die Patienten während des Eingriffs vom OP- in den MRT-Raum transferiert. Dadurch kann der Chirurg noch während der OP hochpräzise und aktuelle Informationen erhalten, beispielsweise über möglicherweise verbliebene Tumoranteile, die weder mit dem Auge noch mit konventionellen OP-Instrumenten sichtbar sind. Auf Grundlage dieser Informationen kann der Eingriff fortgeführt und entsprechend optimiert werden. Einsatz findet dieses Konzept heute bereits in der Neurochirurgie zur Tumorresektion, wie z. B. in Prag am Military Hospital, seit Mai 2011 in der neurochirurgischen Abteilung der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg in Linz und seit August 2013 an der Universität Bonn.

iMRT führt zu signifikant verbesserten OP-Ergebnissen.

Klinische Studien belegen, dass durch den intraoperativen Einsatz der MRT der Anteil des resektierten Tumorvolumens signifikant erhöht wird1. In mehr als einem Drittel aller Fälle wurde ein Eingriff, der bereits als abgeschlossen galt, aufgrund der Zusatzinformationen durch die intraoperative MRT fortgeführt. In 41% aller Fälle ermöglicht der iMRT eine vollständige Tumorresektion. Diese führt zu besseren Prognosen für den Patienten, zu einem kürzeren Krankenhausaufenthalt sowie zu geringerem zusätzlichen Therapiebedarf.

¹ Nimsky C, Fujita, A, et al.:Volumetric assessment of glioma removal by intra-operative high-field magnetic resonance imaging. Neurosurgery 55:1-12, 2004

Surgical Suite von GE Healthcare:

  • Unabhängig voneinander nutzbare Räume für MRT und OP mit voller Funktionalität
  • Einfache Anbindung des MRT an einen oder mehrere OP-Räume
  • Alles aus einer Hand - von der Beatmung bis zur Navigation
  • OP-Tisch von Maquet mit allen üblichen Lagerungsmöglichkeiten
  • Speziell angepasste Mayfield-Klemme

Surgical Suite erstmals in Deutschland

Ein großer Erfolg für GE Healthcare: Am 16. Juli 2012 hat die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn den Auftrag für die erste Surgical Suite in Deutschland an GE vergeben. Besondere Schwerpunkte der Klinik für Neurochirurgie sind die Tiefe Hirnstimulation (THS) und die Epilepsiechirurgie.


In enger Kooperation mit der Abteilung für Neurochirurgie (Chefarzt Prof. Dr. med. H. Vatter) und der Hospitaltechnik Planungsgesellschaft wird der bestehende OP4 zusammen mit den umgebenden Räumen in eine Surgical Suite mit einem Discovery MR750w 3,0T verwandelt. Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass der Umbau „unter dem rollenden Rad“ erfolgt: Der Operationsbetrieb in den umgebenden Operationssälen 1-3 soll trotz der Baumaßnahmen so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Der größte Teil der Technik ist noch im Dezember 2012 eingebracht worden. Am 1. August 2013 wurde der erste Patient erfolgreich operiert. Die MRT liefert Bilder mit beeindruckender Auflösung und einem herausragenden Weichteilkontrast. Sie kann somit entscheidende Informationen zur Planung von chirurgischen Eingriffen beitragen. In vielen Anwendungsgebieten ist jedoch nicht nur der präoperative Einsatz der MRT wünschenswert, sondern darüber hinaus eine unmittelbare Überwachung während des Eingriffs durch die MR-Bildgebung. Durch den intraoperativen Einsatz der MRT Bildgebung (iMRT) kann die Genauigkeit der Eingriffe verbessert und das Risiko für die Patienten verringert werden.