Klinische Fallstudie: Schärfere Abgrenzung der Läsion

Lesion Delineation

Über uns

Professor Juhani Knuuti
Director

Außerordentlicher Prof. Marko Seppänen
Diagnoseservice-Manager des

 

Turku PET Centre
Turku, Finnland

Das von Professor J. Knuuti geleitete staatliche finnische Forschungsinstitut Turku PET-Zentrum fördert die Verwendung der PET-Bildgebung in der medizinischen Forschung. Das Zentrum wurde 1974 von der Universität Åbo Akademi der Stadt Turku und der Universitätsklinik Turku gegründet. Das Zentrum vereint führendes wissenschaftliches Know-how mit herausragenden Einrichtungen und Geräten. Die erfolgreiche Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern und Klinikern hat eine lange Tradition.

Das Zentrum verfügt über die neueste Bildgebungstechnologie, teilweise als einzige Einrichtung in Europa. Es bietet mehrere Tracer für die klinische Routine-Bildgebung und Forschung in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie, wobei Europas erstes PET/CT-System mit 64 Schichten zum Einsatz kommt. In seinen führenden Zyklotron- und Strahlenchemielaboren entwickelt und produziert das Turku PET-Zentrum neue PET-Tracer für die klinische Bildgebung.

Anamnese

45 Jahre alte Patientin, 168 cm, 55 kg

1998 Behandlung aufgrund von schwach differenziertem Brustkrebs, postoperative Strahlentherapie. Die Patientin litt seit 2006 unter Schmerzen in der Brust, danach wurde eine lytische Zerstörung im Brustbeins diagnostiziert. Sie erhielt daraufhin im Herbst 2007 eine palliative Chemo-Strahlentherapie.

Überweisung für eine 18F-FDG PET/CT-Untersuchung zum erneuten Staging.

Akquisition

Scanner: GE Discovery VCT

PET-Akquisition: Ganzkörperakquisition

  • 3D-Akquisition mit  VUE Point und VUE Point HD-Rekonstruktion
  • Akquisitionszeit: 12 Min.
  • Post-Injektionszeit: 62 Min.
  • Dosis: 370 MBq 18F-FDG

CT-Akquisition: Geringe Dosis mit flachem Atmen ohne Kontrastmittel

  • Umlaufgeschwindigkeit: 0,8 Sekunden
  • FOV: 70 cm
  • Pitch: 1,375 mm/Rotation
  • Schichtdicke: 3,75 mm
  • Smart mA, NI: 25, kVp: 140, mA: 80
  • Dosis: 4 mSv

Befunde

                        

      Statisches Ganzkörperbild – VUE Point HD

             

      VUE Point: Matrix von 128 x 128 Pixeln

             

      VUE Point HD: Matrix von 256 x 256 Pixeln

Metabolisch aktive Lymphknoten auf
beiden Seiten der supraklavikulären Region. Zusätzlich wurde
eine metabolisch aktive Läsion im Sternum erkannt, bei der es sich um
eine Knochenmetastase handelt. Verdacht auf Metastasenbildung
in der linken Nebenniere.

Schlussfolgerung

Die Verwendung einer Matrix von 256x256 Pixel steigert die diagnostische Zuverlässigkeit, da alle Metastasen besser abgegrenzt werden können. Dies zeigt sich besonders in der linken supraklavikulären Region. Hier sind mit einer Matrix von 256x256 Pixel zwei verschiedene Läsionen erkennbar, während sich mit einer Matrix von 128x128 Pixel nur eine einzelne Läsion zeigt (oben). Die Verwendung einer Matrix von 256x256 Pixel steigert die Staging-Zuverlässigkeit, was für die Radiotherapieplanung von Vorteil sein kann.